Geschichte der Freikorps in der Weimarer Republik

Promotionsprojekt von Jan-Philipp Pomplun

Das Promotionsvorhaben widmet sich der Geschichte der deutschen Freikorps zur Zeit der Weimarer Republik. Aufgestellt in den Wirren des militärischen Zusammenbruchs und der revolutionären Umbrüche im Winter 1918/19, kämpften diese Verbände zunächst im Sold und mit Unterstützung der Reichsregierung gegen Aufstandsversuche von links. Insbesondere in den bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen wie den „Berliner Weihnachtskämpfen“ oder den Niederschlagungen der Räterepubliken von München und Bremen sowie bei den Kämpfen in Oberschlesien spielten die Freikorps eine entscheidende Rolle. Doch spätestens der Kapp-Putsch im März 1920 machte deutlich, dass sich die Reichsregierung nicht nur nicht auf diese Verbände verlassen konnte, sondern es vielmehr mit dezidiert antirepublikanischen Einheiten zu tun hatte. Von der offiziellen Auflösung im Juni 1920 bis zum September 1923, dem Ende der Freikorpszeit, sind sie eher als eine Bewegung im Untergrund zu charakterisieren, die nur noch bei militärischen Aktionen wie beispielsweise dem „Ruhrkampf“, dem „Annabergsturm“ oder den Fememorden in die Öffentlichkeit trat. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen verschiedene sozial-, mentalitäts- und politikgeschichtliche Aspekte, die vor dem Hintergrund der Ereignisgeschichte der Freikorps analysiert werden sollen.

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