Tobias Bargmann

Tobias Bargmann

Tobias Bargmann hat Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt
(2001-2003) und Deutsch, Latein, Italienisch (auf Lehramt für Gymnasien) und
Deutsch als Fremdsprache an der Freien Universität Berlin (2003-2008)
studiert. Seit 2009 befindet er sich in der Promotionsförderung der
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF). Von 2009 bis 2011 erhielt
er das Ignatz-Bubis-Stipendium – einer alle zwei Jahre vergebenen Förderung
für Arbeiten, „die sich einem Thema widmen, das auf die Verständigung
zwischen Juden und Christen in liberalem Sinne zielt.“ (Weitere
Informationen zum Ignatz-Bubis-Stipendium hier). Seit 2010
ist er Mitglied des Walther-Rathenau-Kollegs.
Tobias Bargmann ist Leiter zweier Projekte in der Stiftung:
„frei heraus! – Liberale Kulturgespräche“, ein Videoblog-Projekt des
Arbeitskreises Kultur (AKKU): http://kulturgespraeche.wordpress.com/
„changemaker – Lehrer der Zukunft“, ein Projekt in der Kampagne
„Bildungsräume gestalten“ des Arbeitskreises Bildung (AkB):
http://bildungsraeume.wordpress.com/

Tobias Bargmann verließ im Sommer 2011 das Kolleg.

Das Promotionsvorhaben im Fach Neuere deutsche Literatur an der FU Berlin
(Betreuung: Prof. Dr. Irmela von der Lühe, PD Dr. Kerstin Schoor) widmet
sich der deutsch-jüdischen Kulturzeitschrift „Der Morgen“, die von 1925 bis
1938 im Philo-Verlag (Berlin) erschien.

Auf Basis umfangreicher Archivmaterialien rekonstruiert Tobias Bargmann
erstmals die Geschichte der Zeitschrift und analysiert sie als „ein
literarisches Forum des deutschen Judentums“, auf dem beinahe 200 Autorinnen
und Autoren ihre literarischen Texte veröffentlichten (u.a. Julius Bab,
Margarete Susman, Jakob Picard, Nelly Sachs, Jakob Wassermann, Karl
Wolfskehl und Franz Kafka, aber auch Newcomer wie Leo Hirsch, Mala Laaser
und Max Samter). Ingsgesamt zählte die Zweimonats- (1925-33) bzw.
Monatsschrift (1933-38) in ihren 112 Heften mehr als 500 jüdische und
nicht-jüdische Autoren, darunter Exponenten des deutschen Judentums wie Leo
Baeck, Martin Buber, Franz Rosenzweig, Ludwig Feuchtwanger, Bertha
Badt-Strauss und Bertha Pappenheim.

Im Kontext der jüdischen Presse der 1920er und 1930er Jahre in Deutschland
und der deutschprachigen Geistesgeschichte versucht Bargman, den
*Morgen*als ein Periodikum sui generis zu erweisen. Dabei verknüpft er
Zeitschriftengeschichte und literarische Einzelstudien (u.a. zu
literarischen Formen und äthetischen Verfahren, zum Schreiben innerhalb
einer Diktatur und zur Diskussion um „jüdische Literatur“). Im Rahmen der
Arbeit hat Tobias Bargmann Archivarbeiten im In- und Ausland (USA,
Großbritannien, Israel) vorgenommen.

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