Mandy Seidler

Mandy Seidler

Mandy Seidler, M.A., studierte bis 2009 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Germanistische Literaturwissenschaft, Volkskunde/ Kulturgeschichte und Interkulturelle Wirtschaftskommunikation. Von August 2009 bis Januar 2010 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin innerhalb des Forschungsprojektes „Akademische Frauen in den Naturwissenschaften 1904 – 1945“ im Auftrag des Gleichstellungsbüros der FSU. Seit November 2010 ist sie Stipendiatin im Walther Rathenau-Kolleg Potsdam und forscht an dem Dissertationsprojekt: Der Blick von der Peripherie. Transnationale Positionen deutschsprachig-jüdischer Schriftsteller aus Wien vor und nach der Shoah.

Der Blick von der Peripherie. Transnationale Positionen deutschsprachig-jüdischer Schriftsteller aus Wien vor und nach der Shoah.

Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts steht die Untersuchung von transnationalen Positionen der deutschsprachigen jüdischen Autoren Robert Schindel und Doron Rabinovici in den Romanen Gebürtig (1992), Ohnehin (2005) und Andernorts (2010). Es wird eine Historisierung von literarischen Prozessen stattfinden, die das heutige Selbstverständnis der beiden Autoren erklärbar machen sollen. Die Frage, die zu klären sein wird, lautet demnach: wie sind die Autoren zu ihren gegenwärtigen transnationalen Positionen gekommen, die ihre Romane charakterisieren? Die kosmopolitischen Reflexionen der österreichisch-jüdischen Autoren Joseph Roth und Stefan Zweig dienen dabei als Folie, unter der die transnationalen Positionen der gegenwärtigen Schriftsteller betrachtet werden. Es sollen die von den Autoren Rabinovici und Schindel beschriebenen gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen transnationalen Charakters in Wien im Lichte des Vielvölkergemischs der Habsburgermonarchie untersucht werden. Dabei wird der Vielvölkerstaat als „Laboratorium der Postmoderne“ angesehen, also als komplexes kulturelles System für das bereits um 1900 Prozesse wahrzunehmen waren, die heute wieder Relevanz besitzen.

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Mandy Seidler, M.A., has been studying German Literature Sciences, Ethnic Studies/ and Intercultural Business Communications at the Friedrich-Schiller-Universität Jena until 2009. From August 2009 until January 2010 she worked as a scientific assistent within the research project “Academic Women in Nature Sciences 1904 – 1945” in order of the Equality office of the university. Since November 2010 she is a scholarship holder at the Walther Rathenau Kolleg Potsdam and researching on her dissertation project “The Peripheral Perspective. Transnational Positions of German-speaking Jewish Authors from Vienna prior to and after the Shoah”.

Central to the research project are the German-speaking Jewish authors Robert Schindel and Doron Rabinovici that are analysed with respect to their novels Gebürtig (1992), Ohnehin (2005) and Andernorts (2010). The analysis will cover an illustration of the gradual change of literary processes which are supposed to explain the self understanding of the authors. The question which consequently has to be answered is: how did the authors arrive at the present transnational positions characterizing their novels? The cosmopolitan reflections of the Austrian-Jewish authors Joseph Roth and Stefan Zweig hereby serve as a basis for analysis of the contemporary authors. Considering the multicultural society of the Habsburg monarchy, the thesis will analyse the transnational society developments recently occurring in Vienna as they are described by the authors. In this context a multicultural state will be regarded as a “laboratory of the post-modernism”, as a complex intercultural system which had provoked processes of present relevance, already in early 1900.

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